An der HTBLA Eisenstadt laufen derzeit über 250 stationäre PCs und bis zu 120 Notebooks gleichzeitig. Bei den stationären PCs wird von 486-ern bis zu 3,5 GHz-P4 - Maschinen noch alles verwendet, was noch irgendwie brauchbar ist. Die älteren PCs laufen vor allem noch im Labor- und Werkstätteneinsatz, wo es nicht so sehr auf hohe Prozessor- und Grafikleistungen ankommt.

Die leistungsfähigsten Geräte werden natürlich im Bereich der 2D- und 3D- Konstruktionsübungen eingesetzt. Hier liegen die Mindestanforderungen momentan bei einer 3 GHz CPU, 2GB RAM und einem leistungsfähigen Grafikchip (z.B. Radeon 9xxx, mit eigenem Grafikspeicher >=256MB). Nur damit läuft eine moderne, leistungsfähige Konstruktionssoftware wie z.B. Pro Engineer, Mechanical Desktop oder CATIA zufriedenstellend.

Über 200 der stationären PCs sind vernetzt, d.h. sie laufen ständig am HTL-Intranet, werden aber aus Gründen der begrenzten Bandbreite unseres Internetzuganges nicht alle auf diesen durchgeschaltet.

Als Betriebssystem setzen wir derzeit hauptsächlich noch immer auf das bewährte WIN XP Pro und nicht auf VISTA. Lediglich auf einigen wenigen älteren Systemen und im Netzwerklabor (Linux) laufen auch noch andere Betriebssysteme.

Unser Internetzugang ist ein LWL-Anschluss mit 6 Mbps (upstream und downstream).

Zur Reduktion des internen Traffics ist unser Netz stark segmentiert: an den zentralen Knoten sitzen 3 schnelle, VLAN-fähige 100 Mbps - Switches von HP, die untereinander durch unsere Lichtwellenleiter-Backbones mit 1000 Mbps verbunden sind. 14 Subnetze haben eigene Server bzw. Router. Der Bereich Verwaltung und Lehrer nutzen jeweils ein eigenes VLAN.

Ergänzt wird die durchgehende Cat5 - STP-Verkabelung in einigen gesonderten Bereichen durch acht Funknetze (hauptsächlich mit CISCO-Equipment). Auch unsere Notebookklassen (derzeit bis zu 6) sind über Funk ans Hausnetz angebunden. Bei den Notebooktypen legen wir übrigens Wert auf eine einheitliche Geräteausstattung, damit bei Problemen einzelner Geräte diese durch Klonen von vorbereiteten "Images" wieder schnell einsatzfähig sind.

Die Sicherheit im Netz versuchen wir durch den Einsatz von 2 leistungsfähige Hardware-Firewalls (Fortigate 100A), durch 128 Bit-WEP in den Funknetzen, durch eine Schullizenz von McAfees "Total Virus Defense" und einen eigenen ISA-Server für die Notebookklassen zu garantieren.

Die Betonung liegt auf "versuchen", denn hin und wieder gelingt es natürlich Schülern mit falschem Ehrgeiz, unsere Sicherheitsbarrieren zu hacken. Das verschafft dann manchen Lehrern, die als Administratoren tätig sind, wieder einmal unbezahlte Nachtstunden ...

Es ist leider unter vielen Jugendlichen noch viel zu wenig bekannt, dass das "Hacken" fremder Server und das bewusste Umgehen von Sicherheitseinstellungen genauso kriminelle Handlungen darstellen wie ein Einbruch oder ein Diebstahl.

Viele Wartungsarbeiten an der Hardware und am Netz werden in unserer "PC-Werkstätte" (durch Schüler der 2. Jahrgänge), in unserem "Übungsnetzwerk" (für alle 4. Jahrgänge) oder durch unsere speziellen "Junior-Netzwerkadministratoren" (ein EU-gefördertes Projekt) durchgeführt. Die Schüler sind also an unserer Schule nicht unwesentlich an der Wartung der Computer und des Netzes beteiligt.

Bei der Planung unserer EDV-Anlagen wurde auch auf eine zuverlässige Stromversorgung Wert gelegt.

Abschliessend sei noch erwähnt, dass die Modernisierung unseres Netzes in den vergangenen Jahren nur durch entsprechende Förderungen (vor allem durch das Bundesministerium und aus EU-Geldern) möglich war. Aus dem Normalbudget einer Schule sind solche Investitionen ja kaum finanzierbar. Dafür möchten wir uns bei den Verantwortlichen auch einmal bedanken ...

(AV Sigi Flamisch)